Ein Gastbeitrag von Gabriela Wendt (@Buchperlenblog)

Heute möchte ich euch gern einen Künstler vorstellen, der mich seit Jahren begleitet. Ed Sheeran ist einer derjenigen, die man einmal hört und dann nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Abseits vom „Radiogedudel“ und doch mittendrin.

Auf Empfehlung

Seinen Einstand in mein Leben fand Ed durch eine Freundin, die eine Live-Aufnahme von ihm bei Facebook postete. Normalerweise klicke ich nie auf Videos anderer, doch hier machte ich eine Ausnahme – und kam nicht mehr los. Es war eine Aufnahme eines seiner ersten Songs „You need me, I don’t need you“. (Das Video habe ich euch in der unten aufgeführten Playlist eingebunden…) Da stand dieser rothaarige Engländer mit nichts als seiner Gitarre um den Hals da, ein Loop-Gerät zu seinen Füßen und machte Musik für fünf, sang und rappte und erfüllte den gesamten Raum mit Leben. Schnell fand ich Gefallen an seinem eigenen Stil, die Dauerschleifenfunktion glühte.

Wenige Wochen später – oh glücklicher Zufall! – gab er ein Konzert in Deutschland. Nur eines. Und es gab noch Karten. Schnell fassten wir den Entschluss, wir mussten dabei sein! Also fuhren wir nach Berlin und erlebten ein Konzert, wie ich es seither nicht wieder erleben durfte. Die Faszination, dass ein einzelner Mann auf der Bühne eine Show zeigt, die manche Bands nicht schaffen. Er nahm eine Tonfolge mit dem Loop auf, legte den Nächsten nach und nur wenige Augenblicke später erfüllte ein gesamtes Instrumenten-Ensemble die Luft.

Ich gestehe, seitdem schwenke ich immer ein freudiges „Fangirl-Fähnchen“, sobald sein Name irgendwo fällt, der Volume-Knopf dreht sich von allein auf Anschlag, wenn ein Sender seine Musik spielt. Mittlerweile ist er in der Welt angekommen, jeder kennt ihn, kleine Mädchen kreischen seinen Namen. Seine Musik berührt im Herzen, lädt zum Tanzen ein und füllt meine Gedanken aus.

Von Null auf Hundert

1991 im englischen Hebden Bridge geboren, lernte Ed Sheeran bereits jung das Spielen einer Gitarre, schrieb eigene Songs und bewarb sich schließlich erfolglos bei der Castingshow Britannia High. Erst mit seiner eigens veröffentlichen Platte „EP No. 5 Collaborations Project“ kam der Plattenvertrag und somit der Erfolg. „The A-Team“ war eines der ersten unter Vertrag veröffentlichten Songs und belegte in Deutschland 2011 den 9. Platz in den Charts. Scherze wie „Seit wann singt Prinz Harry?“ oder „Hey, ist das nicht Ron Weasley aus Harry Potter?“ verklangen, als er sich zusammen mit dem Schauspieler Rupert Grint in seinem Video zu „Lego House“ selbst auf die Schippe nahm und der Schauspieler den Sänger mimte. Seitdem geht es immer höher für den Engländer mit dem rotem Haarschopf. Sein Song „I See Fire“ für die Verfilmung von Tolkiens Bestseller „Der Kleine Hobbit – Smaugs Einöde“ katapultierte ihn endgültig in die höheren Ränge der Musikwelt.

Heute, sieben Jahre nach seinem Start ins Musikbusiness, hat er bereits 3 Studioalben veröffentlich, deren Namen auch den Vergesslichen im Kopf bleiben: „ + (Plus)„ , „X“ und „ / (Divide)“. Während ich diesen Beitrag schreibe, läuft im Hintergrund „Divide“, sein aktuelles Album. Wer sich die Deluxe Version gönnt, der kommt in den Genuss von „Nancy Mulligan“, meinem unbedingten Anspieltipp auf dieser Platte. Irische Folkklänge, gepaart mit einem eingängigen Refrain, Stellen zum Mitklatschen und Mitwippen (funktioniert selbst morgens beim Zähneputzen, passiert mir häufiger) – Was will man mehr? Seine Musik macht Spaß. Lasst die Mädchen kreischen und hört einmal genauer hin. Ed Sheeran hat es nämlich echt drauf.

In diesem Sinne: „She was Nancy Mulligan and I was William Sheeran …“




 

Ed Sheeran – +

Genre:Pop
Stil:Folk, Indie Pop
Jahr:2011
Anzahl Titel:16 (Deluxe)
Laufzeit:65:35 (Deluxe)

Tracklist

The A Team4:18
Drunk3:20
U.N.I.3:48
Grade 82:59
Wake Me Up3:49
Small Bump4:19
This3:15
The City3:54
Lego House3:05
You Need Me, I Don't Need You3:40
Kiss Me4:40
Give Me Love (+ Hidden Track "The Parting Glass")8:46
Autumn Leaves (Deluxe)3:20
Little Bird (Deluxe)3:44
Gold Rush (Deluxe)4:03
Sunburn (Deluxe)4:35