Wer bin ich…und wie viele?

Geboren bin ich 1979 im schönen Trier, was natürlich in keinster Weise die Liebe zur Musik erklärt. Das Detail soll nur einen kleinen Rahmen in meiner Geschichte setzen. Der Prolog zu diesem Musikblog.

Schon im Vorschulalter war ich von dem, in meinen damaligen Augen, riesigen, silbernen Hi-Fi-Turm im Zimmer meines älteren Bruders fasziniert. Das gemeinsame Drücken der Symbole für „Play“ und „Record“ am Tapedeck war meine erste Synapsenverknüpfung abseits der Grundbedürfnisse.

Überhaupt sind meinen beiden älteren Brüder, vor allem ihre Plattensammlung nebst technischer Infrastruktur der 80er Jahre, mein erster wichtiger Impulsgeber zur musikalischen Sozialisation. Synth-Pop, New Romantic und New Wave waren der Inhalt meiner ersten, mit Kinderfingern gebastelten „Mixtapes“. Welches aufgenommene Lied war damals nicht vorne oder hinten abgeschnitten?

In den 1990ern begann mit Erhalt des Taschengelds der eigene, musikalische Konsum. Meine Brüder verließen mit der Zeit das Elternhaus, damit auch ihre Platten. Freunde nahmen verstärkt Einfluss. Gitarrenmusik kam ins Haus: Classic Rock, Alternative, Punk. Da man als ordentlicher Teenager dickköpfig und schwer zugänglich sein sollte, wurden Techno und Eurodance, trotz der Frühsozialisation durch elektronische Musik, abgelehnt und nicht toleriert.

Und heute?

Die Toleranz für anderen Musikrichtungen ist im Laufe der Jahre gewachsen. Auch habe ich meinen Frieden mit vielen dunklen Tönen der Vergangenheit gemacht. Retro-Romantik eben.

Was immer blieb, ist die Musik als essentieller Bestandteil meines Alltags und das ich Musik nie in einem Zustand der Ruhe genießen kann. Musik höre ich beim gehen, laufen, fahren oder tanzen.

Äußerst gespannt und stets amüsiert beobachte ich die Entwicklung der Musikpräferenz meiner Kinder. Dieser soll in diesem Blog ebenfalls Aufmerksamkeit zuteil werden. Die Welt dreht sich weiter…

Warum sahneplatten.de?

Ich möchte in diesem Blog in erster Linie die Kunstform des Musikalbums würdigen. Gerade in einer heutigen Zeit, wo Musik per Knopdruck jederzeit verfügbar ist und somit schnell konsumiert wird (was ein Unterschied zu den mühsamen 1980ern), stehen einzelne Songs mehr und mehr im Vordergrund. Die Bedeutung von Alben schwindet.

Persönlich verbinde ich unheimlich viele Geschichten und Erfahrungen mit einzelnen Alben. Auch mit dem zeitgeschichtlichen Kontext, in dem ich auf diese aufmerksam wurde. Es war immer ein Herzenswunsch von mir, davon zu erzählen oder zu schreiben. Deswegen mach ich das jetzt einfach!

In vielen Berichten wird der Einfluss ersichtlich, den mir nahe stehende Menschen auf mich hatten und noch immer haben. Wenn ich versuche, etwas von Menschen mitzunehmen, ist das ihre Ansicht über Musik und warum sie etwas mögen (gepaart mit der nervigen Angewohnheit, bei Hausbesuchen CD- oder Plattensammlungen zu begutachten).

Diese Menschen und deren Einfluss werde ich in meinen Beiträgen würdigen. Auch ohne deren Namen zu nennen, bin ich ganz sicher, dass sie sich wiedererkennen.

Bevor ich viel Spaß mit dem Blog wünsche, ist es mir wichtig darauf hinzuweisen, dass, wie im Leben, auch in der Musik für mich keinerlei menschenverachtende Dinge wie Homophobie oder Rechtspopulismus/-extremismus tolerierbar sind. Über solches werde ich nicht schreiben und natürlich auch keine Gastbeiträge oder -kommentare zulassen.

Nun aber genug der Worte…Genießt die Sahneplatten!

 

P.S.: Ich freue mich wahnsinnig über jeden, der mir und meinen Geschichten folgen möchte. Dies könnt ihr ganz bequem als Abonnent über Mail oder WordPress tun. Gerne stehen euch auch meine sozialen Netzwerk jederzeit offen. Folgt mir auf Facebook (Torsten Heinz), Twitter (@torsten_heinz) oder Instagram (sahneplatten)!